Vorstellung: Leitung Athletik Leena Stahl

Seit Beginn dieser Saison haben wir als SVE Fußballabteilung einen neuen Meilenstein erreicht. Dieser betrifft unseren Athletikbereich. Mit Leena Stahl (Instagram) konnten wir eine junge, motivierte und fachlich herausragende Leitung für den Bereich Athletik verpflichten. Als ausgebildete Sporttherapeutin leitet sie die wöchentlich Athletikeinheiten der Oberliga und Landesliga Mannschaften im Jugendbereich sowie bei den 1. und 2. Frauen. Darüber hinaus ist sie auch für weitere Einheiten in allen Mannschaften buchbar. Damit man weiß, wer am Ende vor einem steht, haben unsere Praktikanten Leena ordentlich mit Fragen gelöchert. Das komplette Interview folgt unter dem Portrait.

Ihre Angebote hier kurz in der Übersicht: 
-Fußballspezifisches Athletiktraining für Mannschaften (individuelle Schwerpunktbesprechung)
– Fußballspezifisches Athletiktraining für Kleingruppen (individuelle Schwerpunktbesprechung, in Kombination mit positionsspezifischen Spielsituationen)
– Individualtraining im Bereich der fußballspezifischen Athletik und positionsspezifischen fußballerischen Elementen (individuelle Abstimmung des Schwerpunkts und der Spielweise der jeweiligen Mannschaft, um die athletischen und fußballerischen Elemente möglichst spielnah zu kombinieren)
– Kleingruppen- und Individualtraining in einer Soccer Performance Halle mit kognitiven, technischen und athletischen Schwerpunkten
– Ferienangeboten für Vereine (Schwerpunkttraining jahrgangsübergreifend)

Leena Stahl
Interview mit Leena Stahl

Liva: Die erste Frage, die ich Dir stellen würde, wäre, wann du angefangen hast Fußball zu spielen, oder dich generell für Fussball interessiert hast?


LEENA: Oh, schon immer! Ich habe tatsächlich erst mit 12 im Verein angefangen, also relativ spät eigentlich, und habe vorher im Garten gekickt. Also das auch richtig intensiv und eigentlich auch jeden Abend, immer wenn es ging und auch immer in der Schule. Ich habe dann mit 12 Jahren bei Schenefeld angefangen. Ich wusste zu dem Zeitpunkt, dass Frauenfußball noch sehr unpopulär war und mir war nicht klar, dass man gemischt mit Jungs spielen kann. Mädchenmannschaften gab es nicht wirklich. Dann habe ich mit einer Freundin bei den Jungs angefangen. 2 Wochen habe ich bei Schenefeld gespielt und dann hatte der Co-Trainer von HSV zugeguckt. Da habe ich nicht lange überlegt und bin zum HSV gewechselt.

Liva: Was war dein größter Erfolg als Spielerin?

LEENA: Als Spielerin in der U17 haben wir eigentlich alles gewonnen und sind Futsalmeister, Hamburger Meister, Norddeutscher Meister und Pokalsieger geworden. Am Ende sind wir in die U17 Bundesliga aufgestiegen. Das war dann das sportliche Sahnehäubchen.

Lenny: Seit wann gibst du Athletiktraining oder seit wann bist du in diesem Bereich tätig?

LEENA: 2015 hatte ich eine Knieverletzung und musste danach selbst viel im Fitnessstudio trainieren und habe mich mehr mit der Thematik beschäftigt. So hatte ich dann mein FSJ im Fußballverein SV Halstenbek-Rellingen gemacht und wollte eigentlich in die Richtung Physiotherapie gehen. Schlussendlich war ich aber nicht zu hundert Prozent von diesem Weg überzeugt. Folglich habe ich geguckt, ob es nicht irgendeine Alternative gibt und habe dann meine Ausbildung zur Sporttherapeutin und kurz davor mein Zertifikat zur Athletiktrainerin gemacht, um mir damit ein bisschen Geld dazu zu verdienen.

Liva: Du hast also selbst als Fußballerin begonnen und bist dann über ein FSJ auf deinen jetzigen Weg gelangt. Hast du auch schon selbst Erfahrungen als Trainerin sammeln können?

LEENA: Ja, im März 2017 habe ich die C-Mädchen in Halstenbek übernommen und habe während des FSJs drei Mannschaften trainiert: C-Mädels, D-Mädels und D-Jungs. Nach dem FSJ bin ich bei den ältesten Mädels bis zum ersten Frauenjahr nach der 1.B geblieben. Dann begann die bekanntlich die Corona-Pandemie. In dieser Zeit bin ich zum SVE gewechselt und trainiere seitdem hier ja auch die 2. Frauen.

Lenny: Wie und warum bist du jetzt eigentlich Athletiktrainerin beim SVE geworden?

LEENA: Ich habe tatsächlich während Corona relativ wenig Athletiktraining in den Mannschaften anbieten können, da kein richtiges Mannschaftstraining stattgefunden hat. Stattdessen habe ich Einzeltraining angeboten. Ich haben ergänzend nach Mannschaften in Hamburg gesucht, die leistungsorientierter aufgestellt waren, damit ich dort mein Athletiktraining anbieten kann. Zu Beginn habe ich beim SVE im 2004er Jahrgang begonnen und anscheinend einen guten Eindruck hinterlassen. Daraufhin hat sich die Jugendleitung bei mir gemeldet, um sich mit mir über eine Ausweitung meines Engagements austauschen zu können. Seitdem bin ich für die athletische Ausbildung und Betreuung aller Leistungsmannschaften sowie der Frauen zuständig. Des Weiteren kann ich von allen weiteren Mannschaften für eine Athletikeinheit gebucht werden.

Lenny: Warum ist für dich Athletiktraining so wichtig und warum sollte es ein fester Bestandteil eines Fußballtrainings sein?

LEENA: Weil du es in jeder Situation brauchst. Das Athletiktraining umfasst die konditionellen Fähigkeiten (Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Koordination, Beweglichkeit) und kann fußballspezifisch ausgeführt werden. Somit sind die Entwicklungen aufs Spiel übertragbar. Die Zweikampfstärke kann wachsen, die Schnelligkeit kann zunehmen und die Verletzungsanfälligkeit kann minimiert werden. Die konditionellen Aspekte bilden die Grundlage der fußballerischen Leistung auf dem Platz. Das Athletiktraining kann die Leistungsfähigkeit dann nochmal auf ein ganz neues Level heben. Da jeder Spieler und jede Spielerin sehr individuell ist, kann auch ein Kleingruppentraining oder ein Individualtraining weiterhelfen, um Defizite aufzuarbeiten.

Man kann tatsächlich sagen, dass die athletische Leistungsfähigkeit Spiele entscheiden kann. Am Ende des Tages kann ein ausgeglichenes Spiel zweier fußballerisch gleichstarker Teams dadurch entschieden werden, wer einen Tick schneller am Ball ist, den entscheidenden Zweikampf gewinnt und nach hintern heraus länger die Kraft und Ausdauer hat, konzentriert Fußball zu spielen.

Liva: Gibt es noch etwas, was du zukünftig im Fußballbereich erreichen möchtest?

LEENA: Fußballerisch bin jetzt in einem Alter, in dem ich sagen würde, dass ich lieber verletzungsfrei spiele. Aber klar: natürlich immer das höchste mit meiner Mannschaft erreichen. Und als Trainerin an sich würde ich natürlich gerne immer weiter nach oben, also am besten so hoch wie ich kann. Und was den Bereich „Athletik und Sporttherapie“ angeht möchte ich gerne im Profibereich tätig sein.

Liva & Lenny: Vielen Dank, Leena! Wir freuen uns, dass du dir Zeit für unser Interview genommen hast. Wir wünschen dir für deine Zukunft alles Gute und hoffen, dass du dem SVE möglichst lange erhalten bleibst!